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Grundsätzliches

 

Hintergründe
Ganzheitlichkeit
Salutogenese

 

 

 

Hintergründe

 

Die Wahrheit ist das,
was man so schnell wie möglich loswerden und jemand anderem weitergeben muss.
Wie bei der Krankheit ist das die einzige Art, von ihr geheilt zu werden.
Wer an der Wahrheit festhält hat verloren.

(Baudrillard, Coll memories 1980-1985, Berlin 1990 zitiert von H.Lassek,Wilhelm Reich Institut Berlin)

 

Überall werden Weltbilder, Philosophien und Glaubenssysteme vertreten: von Wissenschaftlern, Politikern und Finanzmagnaten, von Geheimlogen, Religionen und Esoterikern, von Massenmedien und Schulen, von den „Obersten“ bis zu den „Untersten“. Von jedem.

Und alle glauben Recht zu haben.

Haben einige mehr Recht als andere? Kann und darf man unterscheiden? Oder ist alles relativ? Ist es egal, was wir glauben? Sind wir einer philosophischen, bzw. einer ideologischen Willkür ausgesetzt, ohne Kriterien und Maßstäbe für das, was Wahrheit ist? Gibt es überhaupt so etwas wie „Wahrheit“?

Wie auch immer wir diese Fragen beantworten, wir beantworten sie, und damit nehmen wir einen Standpunkt ein, von dem wir wiederum das, was wir „Wissen“ nennen, abhängig ist. Was wir „wissen“, hängt von dem ab, was wir glauben. Der Mensch glaubt, was er sieht, und sieht meist nur das, was er glaubt!

(Zitat aus der Einleitung des Buches: „Licht wirft keine Schatten“ von Armin Risi)

Ich möchte jedem, der nach Gesundheit sucht, das gesamte Buch ans Herz legen!

 

1.
Aus Eigennützigkeit – weil ich dann weniger Aufwand mit Erklären und immer wieder den gleichen vorbereitenden Hinweisen habe – wir könnten schneller in den Prozess der Heilung einsteigen – und
2.
es ist für jeden wichtig zu wissen: „was passiert mit mir?“, damit der Prozess der Heilung in Ruhe und Vertrauen anlaufen kann.

 

Wissen führt zur Sicherheit, Unwissenheit führt zu Unsicherheit – zur Angst vor dem Ungewissen?

Angst ist es, die unterbewusst die Erkrankung immer weiter schürt.

Heilsam ist also, sich von Angst zu befreien.

Wie das schaffen ist? Im Grunde dadurch, auf alle Fragen eine Antwort zu finden.

Ist das leicht? Ich möchte behaupten, dass Antworten sogar leichter ist als Fragen!

Zweifel daran? – Dann reicht ein Blick in die uns umgebende Welt: überall Antworten – auf nicht gestellte Fragen... Was ist Werbung anderes als die Antwort, die Fragen (Nachfrage) suggerieren soll.
Prozessual betrachtet haben wir es in der Antwort mit einem Ausatmungsvorgang zu tun.
Eine Frage stellt ja zunächst etwas Fremdes für mich dar. Ich schaue sie an, nehmen sie auf, „verdaue“ sie und gebe die Antwort „heraus“...

„Gesund“ ist also ein Gleichmaß an Einatmung und Ausatmung.
„Krank machend“ wäre jedes einseitige Extrem – die speziellen Krankheiten sind ja bekannt...

Es ist zu erkennen, dass grundsätzlich Krankheit ein: "Zuviel", "aus dem Gleichgewicht", oder auch ein "Zuwenig" bedeutet.

So wie der Weg der Erkenntnis ist eine Gratwanderung zwischen den Abgründen der Dualität ist, so ist Gesundheit eine Gratwanderung zwischen den Abgründen von zuviel und zuwenig.

Und der Arzt? Der Heiler? - ein unbeteiligter Systemanwender oder engagierter Moderator?

Er steht im Spannungsfeld verschiedenster Strömungen – heute mehr denn je.

Kann er sich jedoch von kommerziellen Vorgaben, vom Diktat sog. Wissenschaftssystheme oder vom Opportunismus gegenüber sog. Kostenträgern trennen - dem Grundsatz: "solve et coagula", dem "löse und binde" der Alchymisten folgend - wird die Energie, die bisher aufzubringen war, um im derzeitigen Spannungsfeld überhaupt zu bestehen, nun der Heilung des "kranken" Menschen zufliessen können.

Zunächst hat der Arzt mit sich selbst und der Welt ins reine zu kommen!

Dann erst vermag er aus eigener innerer Ausgeglichenheit, aus Harmonie und Seelenfrieden dort auszugleichen, die "richtige" Mischung (Medikament, Dosis) zu verabreichen, wo das Gleichgewicht verloren ging und Krankheit eintrat. Heilen bedeutet in Einklang bringen von Körper, Seele und Geist.

 

***

Niemals wirst du aus den anderen Dingen die Einheit schaffen,
wenn du nicht zuvor ein einiger geworden bist.

Agrippa von Nettersheim

 

 

 

 

Der Mensch als Ganzheit

 

„… wie wir die Augen nicht ohne den Kopf und den Kopf nicht ohne den Körper behandeln sollten, sollten wir nicht versuchen, den Körper ohne die Seele zu heilen. Dies ist der Grund, weswegen die Ärzte, die die Griechen behandeln, die meisten Krankheiten nicht erkennen; denn sie vernachlässigen den Menschen als Ganzes, den sie behandeln müssen. Doch wenn es diesem Ganzen nicht gut geht, kann es auch den einzelnen Teilen nicht gut gehen. Denn alles, was den Körper oder den Menschen insgesamt betrifft, geht von der Seele aus, das Gute sowie das Übel, und von dort aus breitet es sich weiter aus, wie vom Kopf auf die Augen…“

„Sokrates an Charmides“ (oder „Über die Weisheit“ § 156e).
Plato (428 – 347 B.C.)

 

Ganzheitliche Medizin - Mehr Energie, Kreativität und Lebensqualität

Es gibt viele Möglichkeiten Menschen in schwierigen Situationen ihres Lebens in ihrem Prozess zu unterstützen.
Krankheit, Stress, seelische Belastung etc. deuten oft auf sehr persönliche Turbulenzen im Energiefeld des ganzen Menschen. Wege, die dem einen hilfreich sind, können sich beim anderen als nicht begehbar erweisen und bestenfalls keinen Effekt haben.
Je größer das Spektrum und je vielfältiger die Therapieangebote sind, desto eher wird die passende Therapieform und der/die passende Therapeut/in zu finden sein.

In diesem Sinne wurde VITAVERSUM ins Leben gerufen.

Im Zentrum von Ludwigsburg gelegen, bildet dieses Haus einen einzigartigen Kraftort, von dem ausgehend mehrere Energielinien um die Erde verlaufen.

"Der Mensch als Ganzes ist mehr, wie die Summe seiner Teile.“

Gesundheit ist immer eine Frage des Gleichgewichts aller Ebenen in uns.

Die Balance der Energieebenen ist Voraussetzung für die Gesundung.

Ganzheitlichkeit bedeutet Harmonie von Körper, Lebensenergie, Seele und Geist. Ganzheitlichkeit bedeutet auch die Harmonie mit der Welt, dem Kosmos, der gesamten Schöpfung.

Die Synchronizität des Menschen mit der Welt, die Gleichzeitigkeit von Vergangenheit und Zukunft bedeutet für den Menschen die Einbettung in das Kontinuum von Raum und Zeit und bringt die Sicherheit, dass er als Teil der Schöpfung teilnehmen kann am Prozess, der alles erhält (gesunden lässt) und auch wieder vergehen lässt. Alles, was den einzelnen Menschen betrifft, betrifft die Welt und die ganze Schöpfung: jetzt und zur gleichen Zeit, wobei aus dem Vergangenen das entstand, was wir als „Standpunkt“ jetzt und heute vertreten und aus dem heraus das geschaffen wird, was uns in Zukunft wichtig werden wird. Wir haben unser Sein selbst in der Hand … und immer ganz ... und nie in Teilen oder Segmenten.

Nur eine Medizin, die sich wirklich mit den Prozessen im Menschen beschäftigt, kann Einfluss nehmen auf Krankheiten – indem das gestörte Gleichgewicht wieder hergestellt wird – dies kann nur und immer geschehen unter Berücksichtigung sämtlicher Energieebenen und Einflüsse des Menschen.

Die sogenannte „moderne Schulmedizin“ vermag potenziell die körperlichen Voraussetzungen einer Krankheit aufgrund ihrer akribisch zerlegenden Methodik (Linné) punktgenau zu beschreiben, doch - es „fehlt leider das geistige Band“ (Goethe) – der verbindende und ursächlich ganzheitliche Zusammenhang verwischt sich unter der Vielfalt der Symptome. Ausgehend von der Lehre der „Pathogenese“, der Entstehung von Krankheiten, verliert sie das Wissen um die Gesundheit und ihre Entstehung aus dem Blickwinkel und kann daher weder Krankheiten erkennen noch heilen. Symptome werden beschrieben und werden vordergründig, scheinbar zum Verschwinden gebracht durch chemische Substanzen, deren Wirkweise zwar „doppeltblind“ untersucht wird, jedoch prozessual völlig im Dunkeln bleibt. Modulaustausch, Reparieren, Hardware-Manipulation wären die Attribute dieses Weges.
Es ist völlig unklar, was die chemischen Substanzen im Körper bewirken oder besser „anrichten“, d.h. der lebende Organismus reagiert, aber ob diese Reaktion durch eine „Heilung der Ursache“ oder durch eine „Ablenkung vom Problemgeschehen“ bewirkt, bleibt offen.

Erst die ganzheitliche Betrachtungsweise öffnet die Tür zum Verstehen der „Gesundheit“. Durch die Lehre von der Entstehung der Gesundheit, durch die „Salutogenese“ bekommen wir Ärzte das Handwerkszeug an die Hand, das bei einem Prozesstechniker, sprich: Computerfachmann, selbstverständlich ist: die Möglichkeit, die Software zu prüfen, wo, wie welche Prozesse noch ablaufen und wo Störungen sind.

Der Mensch in seiner komplexen Prozessstruktur lässt sich durchaus verkürzt beschreiben als ein „sich selbst korrigierendes kybernetisches System“ – dem gilt es grundsätzlich Rechnung zu tragen. Durch kommerziell gesteuertes Kalkül, patentfähige chemische Substanzen als Heilmittel „doppeltblind“ geprüft, einzusetzen ist per se ein Unterfangen, das völlig an der hohen Anforderung vorbei geht. „Sollte Krankheit der Schrei des Körpers nach Chemie sein?“

 

Naturheilkundliche Orientierung

„Krankheit ist nicht der Schrei des Körpers nach Chemie.“

Wir Menschen sind durch Natur entstanden - nicht durch industriechemische Prozesse. Chemie beschreibt den Ablauf eines Teils der Naturprozesse bis in kleinste Dimensionen, doch folgt die Natur nicht nur chemischen Gesetzen, sie beherrscht sie, modifiziert sie, nutzt sie ständig und gleichzeitig – sie gibt sie vor.

Heilung ist mit Prozessen zu erreichen, die einen aus dem Gleichgewicht der Energien gefallenen Organismus wieder in die Balance bringt. Chemische Einzelreaktionen beschreiben nur einen Bruchteil (ca. 1/3500tel) der chemischen Reaktionen, die in jeder Zelle, zu jeder Zeit und gleichzeitig ablaufen können.
Hinzu kommt, dass der Organismus mit dieser Komplexität nicht nur virtuos umgehen kann, sondern auch in der Lage ist, ständig sich verändernden Anforderungen aus der Aussen- (z.B. Nahrungsaufnahme, Gifte) und Innenwelt (z.B. Verdauung, Entgiftung) anzupassen. Man kann so ein System annäherungsweise beschreiben als ein sich selbst korrigierendes kybernetisches System.

Was bewirken chemische Einzelsubstanzen, die wir im Glauben, eine Erkrankung zu heilen, in dieses einschleusen? Sie führen zu einer Irritation und lenken den Organismus von der „Baustelle“ ab, deren „Heilung“ mit Schmerzen und Fieber verbunden war und unterdrücken diesen Selbstheilungsprozess durch z.B. Veränderung der bewussten Wahrnehmung (Schmerzen) oder der unbewussten Prozesse (Fieber).
Kybernetisch formuliert werden die Stellglieder verändert, die sog. Grenzwerte, nicht die auslösende Störung.

Dass „Heilungen“ nach Einnahme chemischer Substanzen erfolgen, ist nicht Zeichen der „Heilkraft“, der Harmonisierung und des Ausgleichs von aus der Balance geratenen Prozessen, sondern von der trotzdem wirkenden Selbstheilung – die mit der Länge der Behandlung mit chemischen Substanzen jedoch abnimmt.

Wir wissen: eine Grippe dauert unbehandelt ca. 14 Tage, mit Antibiotika „nur 2 Wochen“. Nach erfolgter Impfung heute sogar 6 – 8 Wochen. Warum?
Weitere Einzelheiten unter "Impfkritik".
Nur Naturprozesse können ausgleichend und harmonisierend – heilend – in Naturorganismen wirken. Nur was der Körper „kennt“, was rein natürlichen Ursprungs ist, kann er verwenden. (Von wenigen Ausnahmen abgesehen.) Was er nicht kennt, verändert er und scheidet es aus (Entgiftung), oft unter Belastung der eigenen Organe und Organprozesse (Nebenwirkungen).

Daher hat „Naturmedizin“ keine Nebenwirkungen.

(Alle „Nebenwirkungen“ der Natur entstehen durch Missverständnisse in der Interpretation sog. wissenschaftlicher Erkenntnisse, wobei die Schwere von der zu erwartenden Höhe finanzieller Einbussen des sog. chemischen Parallelpräparates abhängt; und von der Lobby und dem Einflusspotential des entsprechenden Pharmaunternehmens.)

Naturmedizin kennt „Reaktionen“, die auf eine unproportionale Dosierung im Verhältnis zur Regulationsnotwendigkeit einer Substanz hindeutet. Genaue Dosierungen, wie sie z.B. in der klassischen Homöopathie erforderlich sind, um nach 1 – 2 maligem Einsatz zur „Heilung“ einer Gesundheitsstörung zu gelangen, die manchmal wie eine Wunderheilung erscheint, aber gut erklärlich ist, wenn der Begriff des „Triggerpunktes“ zum Verständnis herangezogen wird, sind ebenso notwendig für den Körper, wie der natürliche Ursprung des Heilmittels.

 

Anthroposophische Orientierung

Dem anthroposophischen Menschenbild liegt eine weitere, z.T. tiefere Dimension zu Grunde, zu der man gelangt, wenn man die Menschen- und auch die Menschheitsentwicklung mit in die Hintergründe von Gesundheit, Krankheit und Heilung einbezieht.
Der Mensch steht im Mittelpunkt und immer führt das Wissen von seiner individuellen Entität mit zur Heilung, wobei der Aspekt der Entwicklung in jeder Ebene seiner Persönlichkeit besondere Beachtung findet.

Weitere Infos unter:

Medizinische Sektion am Goetheanum

Gesellschaft Anthroposophische Ärzte

VAOAS

... und wer bei Netz-Suchmaschinen eingibt: „Anthroposophische Medizin“, wird reich bedacht mit kompetenten und weniger kompetenten Hinweisen.

„Zum Finden gehört Freiheit“...

 

Grundsätzliches auf dem (...den...) Weg:

Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein
ein Korrektiv, eine Chance zum Wandel; ein Werkzeug, dessen sich unsere Seele bedient,
um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns von grösseren Irrtümern zu bewahren,
zurückzuhalten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten -
und uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichtes zurückzuführen,
von dem wir hätten nie abkommen sollen.

- Edward Bach -


Autosuggestive Sätze für jeden Tag
(je ein Satz für je eine Woche zum Üben)

- Ich bin froh, weil es mir jeden Tag besser geht.

- Ich erledige die unangenehmen Dinge sofort und lasse sie nicht liegen.

- Mein Herz schlägt kräftig und durchblutet meinen Körper von Kopf bis Fuß.

- Es ist mir warm ums Herz und ich freue mich auf jeden neuen Tag.

- Ich freue mich auch über Kleinigkeiten und zeige dies auch anderen.

- Meine Haut ist das Spiegelbild meiner Seele und ich kann mich gut leiden.

- Ich ärgere mich nicht über einen Mitmenschen, weil ich weiß, dass ich mir selbst damit schade.

- Ich verhalte mich so, wie ich mir wünsche, dass andere sich mir gegenüber verhalten.

- Ich denke wohlwollend über mich und über andere.

- Ich weiß, dass alle negativen Gedanken auf mich zurückwirken.

- Ich weiß das beten hilft. Ich weiss, daß verzeihen hilft. Ich liebe mich und bin dankbar dafür.

- Ich neide niemandem seinen Reichtum - ich wünsche jedem, dass er richtig damit umgehen kann.

- Ich habe keine Angst vor Krankheit - ich habe gelernt zu fragen warum sie da ist -
...und sie hat mir geantwortet.

- Mein Immunsystem bekämpft alle Krankheitserreger und Gifte und löst alle Tumore in mir auf.

- Wenn ich schenke, schenke ich ohne Erwartung.

 

 

 

Salutogenese

 

Die Lehre von der Salutogenese, der Lehre „von der Entstehung und Erhaltung der Gesundheit“ steht klar im Gegensatz zu der heute einzig als wissenschaftlich geltende Lehre, der Lehre „von der Entstehung und dem Erhalt der Krankheiten“, der Pathogenese.

Es gibt viele Krankheiten - aber nur eine Gesundheit.

Der wirkliche Grund dafür, dass die Lehre von der Entstehung und dem Erhalt der Krankheiten in der heutigen Zeit im Zentrum der Aufmerksamkeit der Medizin – in Forschung und Lehre – steht, hat nicht wirklich historische Gründe, denn die Geschichte dieser sog. "modernen Medizin" begann ihre Geschichtsschreibung mit der industriellen Revolution, der herrschaft des Geldes über die Produktionsprozesse, der Entstehung des Dogmas, ausgegeben durch die chemischen Industrie, dass Medikamente chemische Substanzen sind und immer Nebenwirkungen haben.

Als Robert Bosch 1940 das von ihm gestiftete Krankenhaus in Stuttgart seiner Bestimmung übergab, war die Homöopathie die geltende Wissenschftslehre. Das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für klinische Pharmakologie und das Institut für Geschichte der Medizin, das den Nachlass des Homöopathie-Begründers Samuel Hahnemann verwahrt, sind Zeugen dieses Weges und verbergen in ihren Archiven wohlgehütet die Belege des heute wohlmeinend belächelten "Irrglaubens der damaligen Zeit"... Der 1969 entstandene Neubau trägt noch heute den Namen "Robert-Bosch-Krankenhaus". 1978 wurde das RBK als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen, der heute gültigen Doktrin "von der Erhaltung der Krankheiten durch die Schulmedizin" eingegliedert. Von den Intentionen des Gründers sind nur noch vereinzelt Worthülsen übrig - der Rest wurde "reformiert" und fiel der "innovativen wissenschaftlich orientierten modernen Diktion" zum Opfer.

Bei eingehender Nachforschung erkennen wir unschwer einzig und allein kommerzielle Gründe für die Propaganda der "Segnungen" der "modernen Medizin in Forschung, Wissenaschaft und Gesellschaft".
Denn wirklich lohnende Profite ergeben sich nur, wenn Forschungsergebnisse die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen in Form von Patenten ermöglichen und ihre nachfolgende Verbreitung entsprechend einer Anwendungsdoktrin, über die Lehre an Universitäten garantiert wird. Der ständiger Bedarf von sog. „Drittgeldern“in der universitären Forschung, da staatliche Mittel nicht ausreichend zur Verfügung gestellt werden, führen zu einer Schmiergeldbewegung aus der Industrie, die die Lehre "fördert und fordert" und die sich so entsprechende Absatzmärkte erschließt, indem über professorale Wege aus der sog. Lehre heraus, autoritativ ganzen Arztgenerationen suggeriert: „Krankheit bestehe in dem Schrei des Körpers nach Chemie“ und erfordere entsprechende Gegenmaßnahmen, wobei man zu differenzieren habe, ob dieses Mittel besser oder jenes hilfreicher sei – letztendlich bestehen Unterschiede nur im Namen der Herstellerfirma.

Die Freiheit der Wahl des richtigen Medikamentes, unter Auslassung aller nicht chemischer Grundmittel, führt dahin, dass nicht mehr die Prozesse der Heilung des kranken Menschen im Mittelpunkt stehen, sondern die steigenden Renditen und Börsenwerte der Industrie.
Der zynische Höhepunkt dieser Denkweise ist der Schwer-Krebskranke Aktionär, der sich täglich über die Zuwächse seiner Pharma-Aktien in seinem Bankdepot freut und dabei vergisst, dass er sein Leben deutlich verkürzt durch Nutzung ebendieser Medikamente.

Dass hier nur eine Änderung des Bewusstseins der Menschen eine Änderung des Systems etwas bewirken kann, ist bekannt, jedoch erfolgreich wird die Kehrtwende erst, wenn jeder bei dem beginnt, „den er morgens im Spiegel sieht“, nämlich bei sich selbst. Erst dann wird es eine Chance zur Wende geben.

Und: mögen noch so viele Versuche gestartet werden, um diese These zu widerlegen, sie werden keine andere Erklärung finden und an der Intensität und Hartnäckigkeit der Argumentationsführung wird abzulesen sein, wie weit der Erklärende bereits in die Abhängigkeit der Unfreiheit im Denken geraten ist – sozusagen „ein Kind der heutigen Zeit“ ist.

"Revolution in Technik, Medizin, Gesellschft" herausgegeben von Hans A. Nieper, im MIT Verlag, Oldenburg, zeigt anhand der Inhalte von zwei internationalen Tagungen: Hannover 1980 und Toronto 1981, wo wir in der Medizin stehen und wo wir stehen könnten - wenn die Wissenschaft ihre Unabhängigkeit erhalten hätte...

Die salutogenetische Denkweise erkennt zwischen den Polen der Krankheit und der Heilung das Spannungsfeld, in dem wir Menschen uns „in Gesundheit“ befinden - einem labilen Gleichgewicht, das zu erhalten ständig unsere Aufmerksamkeit braucht.

Hier begegnet uns die Balance als Zustand wieder, in dem wir uns gesund fühlen - und gesund sind.

Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheit, auch nicht nur das, was die WHO (Weltgesundheitsorganisation) als Gesundheit definiert, sondern der labile Zustand des Gleichgewichtes zwischen "Zuviel" und "Zuwenig", der ständig erhalten und von neuem erzeugt werden muss.

Das nennen wir: Salutogenese, die Lehre vom Entstehen und dem Erhalt der Gesundheit.

Natürlich bewußt - bewußt natürlich!